Das südamerikanische Land Bolivien erstreckt sich über eine Fläche von über eine Million Quadratkilometer. Bei einer Bevölkerungszahl von reichlich 9 Millionen entspricht dies einer Bevölkerungsdichte von nur 8 Personen pro Quadratkilometer. In der Hauptstadt Sucre leben knapp 300 000 Menschen, am Regierungssitz La Paz dagegen über 800 000.
Bolivien ist eine Präsidialrepublik mit einem Zweikammerparlament bestehend aus Senat mit 27 Mitgliedern und Abgeordnetenhaus mit 130 Mitgliedern. Das Land war bis 1825 eine spanische Kolonie.
Die Grenzen Boliviens sind im Westen Peru, im Norden und Osten Brasilien, im Südosten Paraguay, im Süden Argentinien und im Südwesten Chile. Das Hochplateau Altiplano liegt eingefasst von den Anden in 4000 m Höhe und ist nahezu unfruchtbar. Trotzdem leben ca. 70% der Bevölkerung dort. Ein fruchtbares Tal liegt auf 1800 m bis 2700 m Höhe. Das tropische Tiefland im Osten bedeckt zwei Drittel der Landesfläche.
Die Amtssprache ist Spanisch. Daneben werden die indianischen Sprachen Aimará, Quechua und Tupi-Guarani benutzt. Englisch sprechen nur wenige Beamte und Geschäftsleute.
Der Katholizismus ist die Staatsreligion.
Die Zeitdifferenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter -5 h und im Sommer -6 h. Es erfolgt keine Sommer-/Winterzeitumstellung.
Die Netzspannung beträgt 220 V, 50 Hz; in La Paz 110/220 V, 50 Hz. Die meisten Hotels haben zweipolige Steckdosen für beide Stromstärken.
Einheimische Gerichte sind Empanada Salteña (Teigtaschen gefüllt mit Fleisch, Schnittlauch, Rosinen, Kartoffeln, scharfer Soße und Paprika), Lomo Montado (zartes Steak mit Eiern, Reis und gebratener Banane), Picante de Pollo (Hähnchen, Bratkartoffeln, Reis und Salat mit Chili), Chuño (gefriergetrocknete Kartoffeln, die in Chairo-Suppe gekocht werden) und Lechón al Horno (Spanferkel mit Süßkartoffeln und Kochbananen).
Alkoholfreie Getränke sind überall erhältlich. Das Bier, besonders Cruzena, ist hervorragend. Aus fermentiertem Getreide und Mais wird das starke Chicha gebraut.
Abends locken die größeren Städte mit Nachtklubs, Bars sowie Volksmusik- und Tanzaufführungen die Touristen an.
Schöne Souvenirs sind Holzarbeiten, Schmuck, Lama- und Alpakadecken sowie indianische Handarbeiten.
Die Geschäfte öffnen montags bis freitags von 9:30 bis 12:30 Uhr und von 15:00 bis 19:30 Uhr sowie samstags von 10:00 bis 15:00 Uhr.
Der beliebteste Publikumssport ist Fußball. Ansonsten können sich Aktive beim Golf, Bergsteigen, Skilaufen und Angeln ausprobieren.
Die Traditionen sollten geachtet werden. Dazu gehört, dass die bolivianische Landbevölkerung Campesinos, nicht Indios, genannt wird.
Die Campesinos gewöhnen sich langsam an die westliche Kleidung und Speisen. Legere Kleidung ist im Alltag angemessen, bei gesellschaftlichen Anlässen trägt man elegantere Kleidung.
Die Nichtraucherzonen sind gekennzeichnet.
Auch wenn bereits eine 25%ige Servicepauschale in den Rechnungen enthalten ist, so gibt man doch 5 bis 10% Trinkgeld. Auch die Gepäckträger erhalten Trinkgeld.
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