Das südamerikanische Land Brasilien erstreckt sich über eine Fläche von 8,5 Millionen Quadratkilometern. Bei einer Bevölkerungszahl von 192 Millionen entspricht dies einer Bevölkerungsdichte von 22 Personen pro Quadratkilometer. In der Hauptstadt Brasília leben mehr als 2 Millionen Menschen.
Brasilien ist eine Bundesrepublik mit einem Zweikammerparlament. Die 26 Bundesstaaten sind autonom und in der Regierung durch jeweils einen Gouverneur vertreten. Das Land war bis 1822 eine portugiesische Kolonie.
Brasilien ist das fünftgrößte Land der Erde und bedeckt knapp 50% des südamerikanischen Kontinents. Es grenzt mit Ausnahme Chiles und Ecuadors an alle südamerikanischen Länder. Im Osten befindet sich der Atlantik. Hochebenen und flaches Land wechseln sich ab. Das Dreiländereck Brasilien, Argentinien, Paraguay im Süden beherbergt mitten im Regenwald die Iguaçu-Fälle. Nördlich des Amazonas befindet sich die Guyana-Hochebene mit dichtem Wald und Steinwüsten. Der Bundesstaat Mato Grosso ist eine riesige Hochebene. Die bergige Sierra da Mantiqueira erreicht eine Höhe von rund 2800 m. An der Atlantikküste erstreckt sich eine niedrigere Bergkette, die von Lagunen durchbrochen wird. Die meisten Menschen leben in den Bundesstaaten Minas Gerais (im Süden), São Paulo, Rio de Janeiro und Paraná.
Die Amtssprache ist Portugiesisch, doch werden auch Englisch und Spanisch gesprochen. Deutsch trifft man vor allem im Süden, in Santa Catarina, Rio Grande do Sul und Paraná an. Etwa 180 Indianersprachen komplettieren die sprachliche Vielfalt.
Im Land leben mehrheitlich Christen neben buddhistischen, muslimischen und jüdischen Minderheiten. Gepflegt werden auch Naturreligionen und afrobrasilianische Kulte.
Brasilien hat mehrere Zeitzonen, die um -4 bis -6 Stunden von der Mitteleuropäischen Zeit abweichen. Einige Regionen haben die Sommerzeit, andere nicht.
Die Netzspannung beträgt in Salvador (Bahia) und Manaus: 127 V / 60 Hz; in Brasília und Recife 220 V, 60 Hz; in Rio de Janeiro und São Paulo 110/220 V, 60 Hz. Es werden zweipolige Stecker benutzt.
Die brasilianische Küche ist sehr facettenreich, was auf die unterschiedlichen Regionen zurück zu führen ist. Elemente aus der Sklavenzeit finden sich in der Bahia-Küche, die alle Speisen mit Kokosmilch und Palmöl zubereitet. Hervorzuheben sind Vatapá (Krabben, Fischöl, Kokosmilch, Brot und Reis), Sarapatel (Leber, Herz, Tomaten, Paprikaschoten, Zwiebeln und Soße) und Caruru (Krabben, Okra, Zwiebeln und Paprikaschoten). Am Rio Grande do Sul gelten Churrasco (gegrilltes Rindfleisch mit Tomaten-Zwiebel-Soße) und Galleto al primo Canto (Hähnchenstücke am Spieß in Weißwein und Öl) als Raffinesse. Vom Amazonas kommen Pato no Tucupi (Ente in aromatischer Wildkräutersoße) und Tacacá (dickflüssige gelbe Suppe mit Krabben und Knoblauch). Im Nordosten liebt man Gerichte mit getrocknetem Salzfleisch und Bohnen. In Rio gilt Feijoada (Eintopf aus schwarzen Bohnen, Rind- und Schweinefleisch, Würstchen, Koteletts, Schweineohren und -schwänze mit Reis, gekochtem Gemüse und Orangenscheiben) als Leibspeise. Ursprünglich wurde es nur samstags zum Mittagessen zubereitet, doch gibt es ein Feijoada-Restaurant in São Paulo, welches das Gericht täglich auftischt.
Überall erhält man frisch gepresste Fruchtsäfte und Vitaminas (dickflüssige Frucht- oder Gemüsesäfte mit Milch). Kaffee trinkt man mit Milch und Zucker. Brasilien ist bekannt für seine Spirituosen. Das Bier ist gut und frisch gezapft nennt man es Chopp. Cachaça, Pitu oder Aguardente schmecken ähnlich wie Whisky. Caipirinha (zerstampfte Limonen, brauner Zucker, Cachaça und zerstoßenes Eis) ist wohl allen ein Begriff. Abwandlungen sind Caipirosca (mit Rum) und Caipirissima (mit weißem Rum).
Abends vergnügt man sich in den Nachtklubs von Rio, die allabendlich Programme anbieten.
Schöne Mitbringsel sind Antiquitäten, Schmuck, Kleidung und Keramik. Hände weg von den sogenannten „Dschungel-Souvenirs“, die vor allem in Belém angeboten werden und die systematische Plünderung des Regenwaldes zur Folge haben.
Die Geschäfte öffnen montags bis freitags von 9:00 bis 19:00 Uhr und samstags von 9:00 bis 13:00 Uhr.
Der Publikumssport Nummer 1 ist Fußball, doch auch Veranstaltungen anderer Ballsportarten, der Leichtathletik und Capoeira (Tanzkampf) werden gern besucht. Aktiv werden kann man beim Bergsteigen, Drachenfliegen, Autorennen, Wassersport und Angeln.
Die Begrüßung erfolgt mit Handschlag. Die Einheimischen sind sehr gastfreundlich und freuen sich über kleine Geschenke. Da man viel Zeit hat, sollten auch Besucher viel Zeit mitbringen. Tagsüber ist legere Kleidung angemessen, abends trägt man jedoch etwas Eleganteres.
Das Rauchen ist fast uneingeschränkt gestattet.
Die römisch-katholischen Sitten und Gebräuche sollten von Besuchern respektiert werden.
Taschendiebe treiben vor allem in den Städten ihr Unwesen.
Zum Teil enthalten die Rechnungen bereits eine Servicepauschale. Ansonsten gibt man 10 bis 15% Trinkgeld.
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