Das ostasiatische Land China erstreckt sich über eine Fläche von 9,5 Millionen Quadratkilometern. Bei einer Bevölkerungszahl von mehr als 1,3 Milliarden Menschen entspricht dies einer Bevölkerungsdichte von 139 Personen pro Quadratkilometer. In der Hauptstadt Peking knapp 8 Millionen Menschen. Die größte chinesische Metropole ist jedoch Shanghai mit knapp 16 Millionen Einwohnern. Außerdem gibt es ca. 50 weitere Millionenstädte.
China ist eine sozialistische Volksrepublik mit einem Einkammerparlament, das 2985 Sitze fasst.
China ist das drittgrößte Land auf der Erde. Seine Grenzen sind im Norden Kasachstan, die Mongolei und die Russische Föderation, im Osten Nordkorea, das Gelbe und das Ostchinesische Meer, im Süden Vietnam, Laos, Myanmar, Indien, Bhutan und Nepal und im Westen Pakistan, Indien, Afghanistan, Kirgisistan und Tadschikistan. 22 Provinzen, 5 autonome Gebiete und 4 regierungsunmittelbaren Städte bestimmen die politische Aufteilung. Die Landschaft reicht vom Hochland im Westen mit über 8000 m hohen Bergen über Mittelgebirge bis zu den Tiefebenen im Osten. Der Himalaja, die Altai-Berge, die Tianshan-Berge und die Kunlun-Berge sind immer wieder Ziele der besten Bergsteiger. An der Grenze zu Nepal findet sich der 8850 m hohe Mount Everest. Die über 4000 m hohe Tibet-Hochebene wird auch das „Dach der Welt“ genannt. Mit 154 m unter dem Meeresspiegel bildet die Turfan-Tiefebene Chinas tiefsten Punkt. Bekannt sind der Gelbe Fluss genannte Huang He und der Yangtse Kiang (Chang Jiang). Gerade einmal ein Zehntel des Landes ist für die Landwirtschaft nutzbar. Nicht unerwähnenswert ist die Küstenlänge mit 18 000 km.
Die Amtssprache ist Mandarin. Zahlreiche regionale Dialekte wie Kantonesisch, Fukienesisch, Xiamenhua und Hakka werden ebenso gesprochen. In den autonomen Regionen werden die eigenen Sprachen wie Tibetisch und Mongolisch benutzt. Englisch ist in Geschäftskreisen und in Touristenregionen verbreitet.
Im Land leben viele Buddhisten, Taoisten, Konfuzianer und Muslime neben christlichen, hinduistischen und lamaistischen Minderheiten.
Die Zeitdifferenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter + 7 h und im Sommer + 6 h. Es erfolgt keine Sommer-/Winterzeitumstellung.
Die Netzspannung beträgt 220 V, 50 Hz. Es werden Mehrfachadapter empfohlen.
Die chinesische Küche teilt sich in acht verschiedene Regionen. Gemein ist allen Regionen das Servieren von Reis. Spezialitäten sind Dim Sum (gedünstete Häppchen in kleinen Bambuskörbchen zur Selbstbedienung).
Die nordchinesische Küche wird geprägt von Teigwaren und würzigen Soßen geprägt. Die Zubereitung erfolgt durch Frittieren. Peking-Ente und chinesisches Fondue mit rohem Fleisch oder Gemüse in kochend heißer Hühnerbrühe oder Shuijiao (Teigtaschen gefüllt mit Schweinefleisch, Schnittlauch und Frühlingszwiebeln) sind die bekanntesten Gerichte dieser Küche.
Die südchinesische Küche wird durch Ankochen, Dünsten und kurzem Anbraten geprägt. Zubereitet werden Hühner-, Schweine- und Rindfleisch sowie Schlangen, Hunde, Katzen und Schildkröten. Cha Siu Bao (Teigklöße gefüllt mit Schweinefleisch), Har Gau (gedünstete Garnelenklößchen) und Shiu Mai (gedünstetes Schweinehack mit Garnelen) sind die bekanntesten Gerichte.
Die ostchinesische Küche ist geprägt von reichhaltigen, süßen und mit sauer eingelegten Früchten und Gemüsen Gerichten. Scharfe, saure Suppen, Meeresfrüchte, Nudeln und Gemüse, geschnetzelte Zutaten, Sojasoße oder Sesamöl mit viel Knoblauch und Pfeffer sind die bekanntesten Gerichte.
Die westchinesische Küche wird durch scharfe Gewürz geprägt. Gegrilltes Fleisch und Huhn in würziger Sojasoße mit Erdnüssen sind die bekanntesten Gerichte.
Das Nationalgetränk ist grüner Tee, der mit Ingwer, Jasmin- oder Rosenblüten aromatisiert wird. Zhian Jing (heiß servierter Reiswein), Liang Hua Pei (starker Pflaumenbranntwein), Kaolian (Whisky) und Mao Tai (Reisschnaps) trinkt man nach dem Essen. Das bekannteste Bier heißt Tsingtao.
Die abendlichen Unterhaltungsprogramme werden vorher festgelegt. Man beginnt mit einer Besichtigungstour, isst im Restaurant und geht danach in die Oper, zum Ballett oder ins Theater. Karaoke ist bei den Chinesen besonders beliebte.
In den Kaufhäusern gelten feste Preise, während auf den Märkten gehandelt wird.
Antiquitäten, die über 100 Jahre alt sind, benötigen eine Ausfuhrgenehmigung.
Schöne Mitbringsel sind Jadeschmuck, Stickereien, Kleidung aus Seide oder Kaschmirwolle, Schriftrollen und Schnitzereien aus Bambus, Stein und Holz.
Die Geschäfte öffnen montags bis sonntags von 9:00 bis 19:00 Uhr.
Die Chinesen gelten als reserviert, aber höflich. Über Politik wird nicht gesprochen.
Man benutzt stets den vollen Namen des Landes „Volksrepublik China“.
Die Begrüßung erfolgt mit Handschlag. Gastgeber freuen sich über überpünktliche Gäste und ein kleines Geschenk.
Jeder neue Gang eine Mahlzeit wird mit einem Prost begrüßt. Höflicherweise probiert man von allen bis zu 12 Gängen. Legere Kleidung wird akzeptiert und freizügige Kleidung sollte vermieden werden. Elegante Garderobe trägt man bei gesellschaftlichen Anlässen.
Die Nichtraucherzonen sind gekennzeichnet.
Es gilt Fotografierverbot auf Flughäfen und in einigen Tempeln. Um Erlaubnis fragen sollte man vor dem Fotografieren von militärischen und industriellen Einrichtungen oder Regierungsgebäude.
Trinkgeld gilt außerhalb der großen, internationalen Hotels als Beleidigung. Nur in den Touristenzentren freut sich das Servicepersonal über 10%, das Zimmermädchen über 2-3 ¥ und der Reiseleiter über 1 US-$.
Viele Urlauber aus der ganzen Welt, reisen gerne nach China und verbringen Ihren Urlaub dort. Gerade um das Land China kennenzulernen bieten sich verschiedene China Rundreisen an, die von einem deutschsprachigen Reisefüherer begleitet werden.