Der Karibikstaat Haiti bedeckt eine Fläche von 27 000 Quadratkilometern. Bei einer Bevölkerungszahl von knapp 9 Millionen entspricht dies einer Bevölkerungsdichte von 322 Personen pro Quadratkilometer. In der Hauptstadt Port-au-Prince leben über 700 000 Menschen.
Haiti ist eine Präsidialrepublik mit einem Zweikammerparlament. Das Land ist eine ehemalige französische Kolonie.
Haiti liegt im Westen der Insel Hispaniola, welche die zweitgrößte Antillen-Insel ist. Im Osten liegt die Dominikanische Republik. Haiti ist vor allem von Gebirgen geprägt. Außerdem gehören noch die Inseln Île de la Gonâve und La Tortue zum Regierungsgebiet. Die Küste bietet abwechselnd Buchten und Strände sowie subtropische Vegetation. Die Hauptstadt besitzt einen Naturhafen.
Die Amtsprachen sind Französisch und Kreolisch und werden von rund 85% der Bevölkerung gesprochen. In den Touristenregionen versteht man auch Englisch.
Die Mehrheit der Bevölkerung sind römische Katholiken und Protestanten. Weit verbreitet und offiziell anerkannt ist auch der Voodoo-Kult, bei dem es sich um eine polytheistische Religion mit Tanzritualen und Gesängen handelt.
Die Zeitdifferenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter -6h und im Sommer -7h. Es erfolgt keine Sommer-/Winterzeitumstellung.
Die Netzspannung beträgt 110 V, 60 Hz.
Die haitische Küche bietet neben französischen auch kreolische Spezialitäten an. Dabei handelt es sich um Gerichte, die französische, tropische und afrikanische Einflüsse miteinander verbinden. Beliebt ist Guineahuhn mit saurer Orangensoße, Tassot de dinde (getrocknetes Truthahnfleisch), Grillot (Schweinefleisch), Diri et djondjon (Reis mit schwarzen Pilzen), Riz et pois (Reis mit Erbsen), Langouste flambé (flambierter Hummer), Ti malice (kleine Banane), Piment oiseau (scharfe Soße) und Grillot et banane pese (Koteletts mit Bananen). Zum Nachtisch locken Süßkartoffelpudding, Mangokuchen, frisches Kokosnusseis, Cashewnüsse und frisches Obst.
Die besseren Restaurants servieren französischen Wein. Das Nationalgetränk ist jedoch Rum. Gebrannt wird der regionale Barbancourt in Haitis ältester Brennerei.
Abends besucht man Spielkasinos, Bars mit afrikanischer Trommelmusik oder westlicher Musik und Tanz. Außerdem treten in den großen Hotels Folkloregruppen auf oder es finden Aufführungen von Voodoo-Tänzen und Gesängen statt.
Schöne Souvenirs sind einheimische Waren wie Schnitzereien, bedruckte Stoffe und Lederartikel. Die Preise werden generell ausgehandelt.
Die Geschäfte öffnen montags bis freitags von 8:00 bis 12:00 Uhr und von 13:00 bis 16:00 Uhr sowie samstags von 8:00 bis 13:30 Uhr.
Sportliche Betätigung findet man beim Wassersport, Fischen, Tennis und Golfen. Der beliebteste Publikumssport ist Fußball, gefolgt von Basketball.
Legere Kleidung wird akzeptiert, doch gehört Badekleidung an den Strand. Die besseren Restaurants erwarten Abendgarderobe.
Um Raubüberfällen vorzubeugen, sollten Wertsachen nicht zu offensiv getragen werden. Besonders nach Einbruch der Dunkelheit ist größte Vorsicht geboten.
Die Inselbewohner stehen dem Fotografieren ablehnend gegenüber, was unbedingt respektiert werden sollte.
Hotels und Restaurants berechnen eine Servicepauschale in Höhe von 10%. Taxifahrer nehmen kein Trinkgeld.
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