Indien liegt auf dem Indischen Subkontinent und bedeckt eine Fläche von knapp 3,3 Millionen Quadratkilometern. Bei einer Bevölkerungszahl von 1,2 Milliarden Menschen entspricht dies einer Bevölkerungsdichte von 350 Personen pro Quadratkilometer. In der Hauptstadt Neu-Delhi leben mehr als 12 Millionen Menschen.
Indien ist eine Republik mit einem Zweikammerparlament, dem Haus des Volkes und dem Rat der Staaten. Das Land ist eine ehemalige britische Kolonie.
Die Grenzen Indiens sind im Nordwesten Pakistan, im Norden China, Nepal und Bhutan, im Osten Bangladesch und Myanmar, im Westen das Arabische Meer und im Süden der Indische Ozean. Grob gegliedert sind drei Landschaftsformen erkennbar: das 3500km lange Himalaya-Gebirge im Norden und Osten, das Flussdelta des Ganges im Norden und das Hochland des Dekhan im Süden.
Die Amtssprache ist Hindi, die in der Devanagri-Schrift geschrieben und von ca. 30% der Bevölkerung gesprochen wird. Des Weiteren gibt es 14 gleichberechtigte Regionalsprachen, darunter Bengali, Punjabi, Sanskrit und Urdu. Allerdings ist auch das Englische weit verbreitet.
Neben der Mehrheit an Hindus leben noch Muslime, Christen und Buddhisten im Land.
Die Zeitdifferenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter + 4,5 h und im Sommer + 3,5 h. Es erfolgt keine Sommer-/Winterzeitumstellung.
Die Netzspannung beträgt 220 Volt, 50 Hz. Benutzt werden verschiedene Steckerformen.
Essen & Trinken
Die indische Küche ist besonders für ihre vielseitig einsetzbaren Gewürze berühmt. Allen voran sei das Curry zu nennen, das übersetzt „würzige Soße“ heißt. Über 25 Gewürze darunter Gelbwurz, Kardamom, Ingwer, Koriander, Muskatnuss und Kreuzkümmel kommen in ein Curry. Auf Grund der weitverbreiteten vegetarischen Lebensweise der Hindus gibt es unzählige Gemüsegerichte. Im Norden sind häufiger Fleischgerichte mit Brot anzutreffen wie Rogan Josh (Lammcurry), Gushtaba (gewürzte Fleischbällchen in Jogurt) und Biryani (Huhn oder Lamm mit Reis und mit Zucker und Rosenwasser verfeinert). In der Mughlai-Küche findet man vor allem gehaltvolle, cremige und gut gewürzte Speisen mit vielen Nüssen und Safran. Außerdem kommen aus dem Norden die Tandoori-Gerichte (mariniertes Fleisch oder Fisch im Tonofen gebacken) und Kebabs. Der Süden bringt viele scharf gewürzte Gemüsegerichte wie Bhaji (Gemüsecurry), Biryani (Reisgericht mit Curry), Dosa (Pfannkuchen aus Linsenmehl mit Gemüsefüllung und Kokossoße), Idli (Reismehlklöße), Sambar (dünnflüssiger Gemüsecurry) und Raita (Jogurt mit geraspelter Gurke und Minze) auf den Tisch. Im Westen gibt es Fisch und Meeresfrüchte wie Bombay Duck (Bombloe-Fisch) und Pomfret (indischer Lachs). Im ganzen Land bekannt und beliebt sind Dhal (scharfe Linsensuppe) und Dhai (Jogurt als Beilage), Letzterer hilft die sehr stark gewürzten Gerichte zu mildern. Zum Nachtisch erhält man indische Süßigkeiten, bestehend aus angedickter Milch, Zucker, Honig, Nüsse und Sirup. Kulfi (Eis), Rasgullas (mit Rosenwasser abgeschmeckte Quarkbällchen), Gulab Jamun (Mehl, Jogurt und gemahlene Mandeln) und Jalebi (in Fett gebackenes, spiralförmiges Sirupgebäck) sind nur einige nennenswerte Spezialitäten.
Das Nationalgetränk ist der Tee, der üblicherweise mit Milch und Zucker serviert wird. Nimbu Pani (Limonensaft mit Soda), Lassi (Buttermilch) und Kokosmilch sind weitere typische Durstlöscher. Das All India Liquor Permit ist eine Genehmigung, die man zum Einkauf alkoholischer Getränke in Gujarat, Hargana und Andhra Pradesh benötigt. In den Großstädten gilt an bestimmten Tagen der Woche Alkoholverbot.
Abendliche Unterhaltung findet man in den Nachtklubs und Diskotheken der Großstädte, bei Folkloreveranstaltungen, in Kinos und Theatern.
Schöne Souvenirs sind Kunsthandwerk, Seide, Gewürze, Kaschmirwolle, Schmuck, Tee und Teppiche. Es dürfen keine Tierfelle, aus Tierhaut gefertigte Gegenstände, Antiquitäten und Kunstgegenstände, die älter als 100 Jahre sind, ausgeführt werden. Das Handeln ist meist üblich, außer in Läden mit Festpreisen.
Die Geschäfte öffnen montags bis samstags von 9:30 bis 18:00 Uhr.
Der Nationalsport heißt Kricket. Immer beliebter wird der Wintersport im Norden Indiens und Wildwasserrafting auf den Flüssen des Himalayas. Touristen erkunden die Landschaft am besten auf einem Kamel. Safaris in die Thar-Wüste dauern zwischen einem Tag und zwei Wochen. Aber auch Bergsteigen, Paragliding, Ballonfahrten, Segelfliegen, Wassersport, Angeln, Tennis, Trekking und Golf stoßen auf starkes Interesse. Publikumssportarten sind Autorennen, Fußball, Polo und Hockey.
Die Inder grüßen sich bei formellen Anlässen mit gefalteten Händen und vornüber geneigtem Kopf. Indische Frauen geben nicht die Hand zum Gruß. Ältere Leute berührt man als Zeichen des Respekts am Fuß. Heilige Orte werden barfuß betreten. Die Nahrungsaufnahme erfolgt meist mit der rechten Hand. Viele Hindus ernähren sich vegetarisch und trinken auch keinen Alkohol. Gastgeber erhalten kleine Geschenke als Anerkennung. Frauen kleiden sich zurückhaltend und kurze oder sehr enge Kleidung meiden.
Das Fotografieren von Sehenswürdigkeiten und Nationalparks ist nur eingeschränkt möglich. In den Naturschutzparks wird eine Fotogebühr erhoben. Ein Fotografierverbot gilt für Brücken und militärische Einrichtungen sowie auf Bahnhöfen und in Stammesgebieten.
In allen öffentlichen Gebäuden gilt Rauchverbot.
Trinkgeld erhalten Kofferträger, Kellner, Fremdenführer und Taxifahrer.
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