Das mitteleuropäische Land Polen verfügt über eine Fläche von über 300 000 Quadratkilometern. Bei einer Bevölkerungszahl von reichlich 38 Millionen entspricht dies einer Bevölkerungsdichte von 122 Menschen pro Quadratkilometer. In der Hauptstadt Warschau leben 1,6 Millionen Menschen.
Polen ist eine Republik mit einem Zweikammerparlament, geteilt in Unterhaus und Senat. Das Land ist Mitglied in der Europäischen Union.
Die Grenzen Polens sind im Norden die Ostsee, im Osten Litauen, Belarus, Russische Föderation und die Ukraine, im Süden die Tschechische und Slowakische Republik und im Westen Deutschland. Landschaftlich gesehen gestaltet sich Polen sehr abwechslungsreich. Im Süden befinden sich die Gebirge Karpaten und Sudeten, im Norden prägen die Flüsse Weichsel (1047 km lang) und Oder (742 km lang) mit ihren Nebenflüssen die Landschaft. Die Masurische Seenplatte ist ein beliebtes Urlaubsgebiet genauso wie die Ostsee mit ihren Sandstränden, Dünen und hohen Klippen.
Die Amtssprache ist Polnisch, doch wird auch Deutsch, Ukrainisch oder Belorussisch gesprochen.
Im Land leben mehrheitlich Römische-Katholiken, neben Polnisch-Orthodoxen, Protestanten, Altkatholiken und Juden.
Es gilt die Mitteleuropäische Zeit und vom letzten Sonntag im März bis zum letzten Sonntag im Oktober die Sommerzeit.
Die Netzspannung beträgt 220 V, 50 Hz.
Typische, einfache Speisen sind Aal in Aspik, marinierter Fisch in saurer Sahne, Rollmops, Kabanos (lange, dünne, stark gewürzte Wurst), Barszcz (Rote-Beete-Suppe mit saurer Sahne), Rosol (Rind- oder Hühnerbouillon), Piroggen (gefüllte Teigtaschen mit Weißkäse oder Weißkohl). Als Hauptspeisen serviert man Zrazy Zawijane (pilzgefüllte Rouladen in saurer Sahne) mit gekochtem Kascha (Buchweizen) und Golonka (Eisbein), Bigos (Weißkohl-Sauerkrauttopf mit Steinpilzen), Karpfen in süßsaurer Aspiksoße und pochierter Hecht mit Sahnemeerrettich.
Wodka gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen wie Bisongras, Schlehe, Pflaume und weißer Pfeffer und man trinkt ihn eiskalt. Jedoch sollte man auch zum Bier greifen – es lohnt sich.
Aends trifft man sich in Diskotheken und Nachtklubs. In Warschau gibt es 17 Theater und drei Opernhäuser, was die große Musik- und Theatertradition des Landes widerspiegelt.
Mitbringsel sind Glas, Emaillewaren, handgewobene Läufer, Holz- und Silberwaren, handgearbeiteter Schmuck, Folklorepuppen, sowie Ton- und Metallskulpturen.
Die Geschäfte öffnen montags bis freitags von 6:00 bis 18:00 Uhr.
In der Freizeit geht man Angeln, Reiten, Segeln, Schwimmen oder Wandern. Im Winter findet man die beliebtesten Wintersportorte in der Tatra und im Beskidy-Gebirge.
Während die Städter sehr offen sind, ist die Landbevölkerung sehr gläubig und traditionell. Es gelten die westlichen Umgangsformen mit Handschlag zur Begrüßung und einem kleinen Geschenk für die Gastgeber.
Man kleidet sich eher zurückhaltend und in guten Restaurants etwas eleganter.
Das Rauchen ist in manchen öffentlichen Gebäuden verboten.
Es gilt ein Fotografierverbot für militärische Anlagen, Industriegebäude und Verkehrsknotenpunkte, die mit einer durchgestrichenen Kamera gekennzeichnet sind.
Man gibt etwas 10 bis 15% Trinkgeld.
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